interviewen

Grundsätzlich lassen sich informelle Gespräche und Interviews unterscheiden. Während ein informelles Gespräch vor dem eigentlichen Forschungsbeginn, aber auch zwischendurch immer wieder geführt werden kann (und auch sollte), handelt es sich beim Interview um eine Form der Datenerhebung im Rahmen der Forschung. Dabei kann ein Interview durchaus sinnvollerweise mit einem sogenannten quasi-normalen Gespräch beginnen (vgl. Honer 1993).

Wen interviewen? Zu welchen Fragen?

Die Forschungsfrage, also das Erkenntnisinteresse der Forschungsarbeit, sollte Aufschluss darüber geben (können), wer als mögliche*r Interviewpartner*in infrage kommt. Geht es beispielsweise um eine Forschungsarbeit zum Thema Wohnen, kommen Wohnende in Frage, im günstigsten Fall Wohnende des jeweiligen Objekts oder Projekts, das untersucht wird. Die Interviewfragen wiederum prägen die Analyse der Daten und sollen helfen, eine Antwort auf die Forschungsfrage zu entwickeln.

Warum interviewen?

Das Interview als Datenerhebungsmethode ist ein qualitatives Verfahren, das es erlaubt, nicht nur das, was gesagt wird, sondern auch die jeweilige Art, wie etwas gesagt wird (Konnotationen, Situation), mit in die Datenanalyse einzubeziehen, insbesondere wenn zusätzlich videografische oder ethnografische Methoden angewandt werden. Mit dem Interview lassen sich methodisch fundierte Daten sammeln, vor allem, wenn es um Einzelfallstudien geht. Im Vergleich dazu dienen Survey, Fragebogen und Likert Skala der quantitativen Datenerhebung (die natürlich auch Qualitäten abfragen können, dann aber nur messen wie viel, wie hoch, wie weit etc. diese Qualitäten eingeschätzt werden).

„Königsweg der Sozialforschung“

Die Befragung, wie Interviews auch bezeichnet werden, wurde vor mehr als einem halben Jahrhundert bereits als „Königsweg der Sozialforschung“ (König 1952) bezeichnet. Sie kann schriftlich (auch digital) oder mündlich durchgeführt werden. In der Sozialforschung wird üblicherweise zwischen voll standardisierten, teil standardisierten und nicht standardisierten Befragungen unterschieden, die außerdem jeweils schriftlich (auch digital) oder mündlich durchgeführt werden können:

Standardisierungsgrad Schriftlich (inkl. digital) mündlich
Voll standardisiert: alle Fragen sind genau ausformuliert, offene Antworten können u.U. von den Befragten formuliert werden Befragung in der Gruppensituation; Verteilung / Versendung und Abholung / postalische Rücksendung Gruppeninterview; Einzelinterview (z.B. als Telefoninterview)
Teilstandardisiert: die grundsätzlichen Fragen sind ausformuliert, können aber nach Bedarf beim Interview erweitert oder ausgelassen werden Expert*inneninterview; Zielgruppenbefragung Leitfadengespräch; Intensivinterview; Gruppeninterview
Nicht standardisiert: Für jedes Interview werden spezifische Fragen vorbereitet, die sich nicht mit anderen Interviews überschneiden Informelle Umfrage bei Expert*innen oder Zielgruppen Gruppendiskussion; Narratives, situationsflexibles Interview; Expert*inneninterview

(vgl. Sturm 2000: 54)

Fragen als Forschungsinstrument

Für die Methode des Interviews (oder der Befragung) dienen Fragen als Forschungsinstrument. Deshalb lohnt sich ein Blick auf die verschiedenen Arten von Fragen und ihre Qualitäten. So gibt es z.B. suggestive und weniger suggestive Fragen sowie Fragen, in denen jeweils mehr oder weniger explizit Annahmen, Wertungen, Fakten, Wissen etc. enthalten sind.

Frageformen:

  • Offene Fragen (Leerfragen): Was hast du gesehen? Was geschah dann?
  • Bestimmungsfragen: Wann war das? Wer war dabei?
  • Auswahlfragen: War es ein Mann oder eine Frau?
  • Satzfragen (ja/nein): Hat der Mann etwas gesagt?

Diese Fragen werden allgemein als „gering suggestive Fragen“ bezeichnet und sind für ein Interview geeignet.

  • Vorhaltfragen (mit vorausgesetzten Faktoren): Hat er das gestohlene Geld eingesteckt?
  • Eingekleidete Wertungen und Deskriptionen: Wie schnell ist der Dieb gerannt, als du ihn aus dem Laden flüchten sahst?
  • Unvollständige Disjunktionen in Auswahlfragen: War das Auto rot oder schwarz?
  • Implizierte Erwartungen: Da hat er sich doch sicher gefreut, oder?
  • Konformitätsdruck (sozialer Vergleich): Die beiden haben das gesagt, hast du das nicht auch gehört?
  • Illokutive Partikel und Redewendungen: Hast du den Schuss nicht gehört?
  • Fragewiederholung: Bist du wirklich sicher? Hat er das Geld nicht mitgenommen?
  • Negatives Feedback: Wie kann es denn sein, dass du das nicht mehr weißt?
  • Drohungen und Versprechungen: Ich frage dich so lange, bis du mir sagst, was er dir getan hat. Es wird dir gut tun, es endlich zu sagen.

Diese Fragen sind „stark suggestive Fragen“ und im Interview unbedingt zu vermeiden.

Für die Entwicklung der eigenen Interviewfragen (des Fragenkatalogs) ist es wichtig, die eigene Forschungsfrage klar und deutlich formulieren zu können – nicht nur schriftlich auf dem Exposé, sondern auch mündlich, z.B. wenn die Interviewpartnerin danach fragt. Außerdem ist es sinnvoll, sich vor dem Interview mit drei Metafragen für jede einzelne Interviewfrage auseinanderzusetzen:
Erwartung: Was erwarte ich mir von dieser Frage? Was könnte eine erwartungsgemäße Antwort sein?
Idealfall: Was würde ich gern hören? Wie würde die Interviewpartnerin im Idealfall antworten?
Worst-case-Szenario: Was will ich auf keinen Fall als Antwort bekommen bzw. was würde von meiner Frage wegführen?

Beispiel:
Forschungsfrage: Wie kommen subjektiv wahrgenommene Eindrücke in der alltäglichen Mobilitätspraxis zum Ausdruck?
Mögliche Interviewfragen:

  • Wie würden Sie Ihren täglichen Weg (z.B. zur Arbeit) beschreiben?
  • Woran orientieren Sie sich, wenn Sie diesen Weg gehen? Was fällt Ihnen auf?
  • Wie nehmen Sie diesen Weg wahr? Wie fühlen Sie sich?
  • Gibt es Dinge, die Sie besonders schätzen / meiden auf diesem Weg?

Erwartung: Eine einigermaßen detaillierte Beschreibung des täglichen Weges, teils subjektive Wahrnehmung, größtenteils objektivierte Beschreibung von „Fakten“

Idealfall: Extrem detaillierte, alle Aspekte meines Forschungsinteresses berührende Antwort, die bereits die Forschungsfrage beantwortet, indem subjektive Wahrnehmungen bereits als solche identifiziert werden und die alltägliche Mobilitätspraxis als von subjektiven Wahrnehmungen und objektiven (äußeren) Umständen und Gegenständen beeinflusst und durchdrungen gesehen wird.

Worst-case-Szenario: Die Antwort ist spröde, zu kurz oder ganz knapp, ohne subjektive Qualifizierung, z.B. indem nur Haltestellen genannt werden oder das Interview thematisch abdriftet und nicht mehr über den Gegenstand gesprochen wird (Verhältnis subjektive Wahrnehmung – Mobilitätspraxis)

Weitere Fragen, die für Interviewfragen wichtig sind:

  • Was will ich wissen – was kann diese Person mir (voraussichtlich) dazu sagen?
  • Wie muss ich die Frage formulieren, um eine möglichst gehaltvolle Antwort zu erhalten?
  • Wie viel weiß ich über die Person, bzw. woher weiß ich, dass sie meine Fragen beantworten kann?
  • Welche „Sprache“ spricht die Person? Wie kann ich mich darauf vorbereiten?
  • Was ist aus welchen Gründen für die Person von Relevanz?

(Honer 1993: 70)

3-phasiges Interview nach Honer (1993)

Allgemeines: Interviews sind eine relativ diffizile, prinzipiell asymmetrische Kommunikatiosform, die aber von beiden beteiligten gemeinsam hergestellt wird (vgl. kontrastierend: Alltagsgespräch). Das, was gesagt wird, ist Datenmaterial – ebenso, wie es gesagt wird (z.B. besondere Betonung, Tonfall).

  1. Phase: quasi-normales Gespräch: „Die Fragestellung [...] soll möglichst offen sein, so dass der Befragte die Kommunikation weitestgehend selbst strukturiert und damit die Möglichkeit hat, zu dokumentieren, ob ihn die Fragestellung überhaupt interessiert, ob sie in seiner Lebenswelt – man sagt auch: seinem Relevanzsystem – einen Platz hat und wenn ja, unter welchem Aspekt sie für ihn Bedeutung hat.“ (Bohnsack 1991: 19)
  2. Phase: Ziel ist z.B. eine biographische Narration. Anne Honer orientiert sich an Fritz Schütz‘ Gesprächsverfahren: „Dieses Verfahren basiert auf der Prämisse, dass es eine durch eine geeignete „Start-Frage“ evozierbare, schichtunabhängige und transkulturelle menschliche Fähigkeit gibt dafür, Geschichten zu erzählen und dass solche Erzählungen vergangene Erlebnisse und Erfahrungen hinlänglich adäquat zu repräsentieren vermögen, weil sie sozusagen „selbstverständlichen“ Zugzwängen unterliegen, die zur (vom Befragten ungewollten) Artikulation „kognitiv komplexer und/oder für den Informanten bei Bekanntwerden riskanter bzw. potentiell entblößender Sachverhalte“ (Schütze 1977: 51) führen.“ (Honer 1993: 77)
  3. Phase: homogenisierende (Schluss-)Befragung in Anlehnung an das fokussierte Interview, die das „quasi-normale Gespräch“ (1. Phase) und die Narration (2. Phase) noch einmal zusammenführt: Aus den bisher angesprochenen Topoi können wichtige Aspekte noch vertieft exploriert werden.

Warum exploratives Interview?

Für viele Forschungsprojekte, insbesondere kleine und ergebnisoffene, reicht das standardisierte Interview mit einem im Vorhinein entwickelten Fragenkatalog nicht aus bzw. schränkt unvorhergesehene, aber für den Forschungsverlauf spannende und wichtige Aspekte unnötig ein. Auch Anne Honer kritisiert das standardisierte Interview: „Beim standardisierten Interview wird nicht nur ein externes Relevanzsystem ‚verordnet‘. Es wird durch die schematische Protokollierung auch ein gegenüber den fragebezogenen Gedankengängen des Interviewten völlig künstlicher, d.h. vielfach gefilterter und (um-)interpretierter Text produziert, noch bevor überhaupt das beginnt, was im Rahmen dieser Erhebungstechnik als ‚Datengewinnung‘ zur Kenntnis genommen wird.“ (Honer 1993: 81) Spittler (2001) kritisiert die „artifizielle Interviewsituation“ noch grundlegender und verweist auf den Ethnologen Diawara, der das französische Methodenvokabular der Wissenschaften mit der Polizeisprache vergleicht: „enquête, investigation, recherche, vérification, documentation, etc.“ (Spittler 2001: 8; Diawara 2001). Um die künstliche Interviewsituation zu vermeiden, „muss man sich stärker auf natürliche Gesprächssituationen konzentrieren. Diese setzen aber eine Teilnehmende Beobachtung voraus. Man kann solche Gesprächssituationen nicht beliebig initiieren, sondern muss auf günstige Gelegenheiten warten.“ (Spittler 2001: 8)

Beim explorativen Interviewen geht es deshalb „in all seinen verschiedenen Ausformungen – und so auch beim dreiphasigen Interview – eben [...] darum, das notwendigerweise ‚vorentschiedene‘ Frage-Antwort-Schema der konventionellen Interviewführung soweit wie möglich [...] hintanzustellen und die Möglichkeiten ganz normaler Konversation ebenso zur Datengewinnung zu nutzen wie die Techniken der Narrationsgenerierung und der Fokussierung“ (ibid.). Beim explorativen Interview geht es also um die Betonung der interaktiven Strukturen des Interviews als kommunikativer Gattung. Damit einher geht die Forderung, die jeweiligen Situationen ebenfalls flexibel beim Interviewen einzubeziehen und diese dann auch bei der Analyse zu berücksichtigen (z.B. Transkriptionsstil, Einbeziehung des Kontextes). Ein weiterer Vorteil besteht für die Forschung darin, dass die Codes und Analysekategorien bei der Sichtung des Materials entwickelt werden und eben nicht vorgegeben sind.

Für die Haus- und Bewohner*innenbiographien bieten sich explorative Interviews an, weil sie es erlauben, flexibel auf die relativ sensible Situation einzugehen, die sich ergibt, wenn ein*e Bewohner*in in seinem/ihrem Haus oder Wohnung zum Wohnen befragt wird.

Vor allem in der Verknüpfung mit einer Hausführung könnte ein vorher genau festgelegter Fragenkatalog das Gespräch insgesamt und die angeschnittenen Themen unnötig einschränken. Gleichwohl ist es ratsam, sich vorher Themenkomplexe zu überlegen, die gegebenenfalls abgefragt werden, sollten sie nicht schon von der interviewten Person selbst angesprochen werden. In der bisherigen Forschungsarbeit mit Bewohner*innen wurden drei Themenkomplexe vorbereitet, die nach der ersten Phase nach Honer – dem quasi-normalen Gespräch – durchgesprochen werden. Die Interviews liefen also nach einem relativ einfachen Schema ab, das allerdings inhaltlich größtmögliche Offenheit erlaubt:

  1. Phase
    Eintritt ins Haus / die Wohnung, Begrüßung und Erläuterung des Forschungsinteresses in eigenen Worten, Vorlage der Einverständniserklärung, Klärung von Fragen vor dem bzw. zum Interview
  2. Phase: drei Themenkomplexe
    Vergangenheit / was bisher geschah: Wann sind Sie hier eingezogen? Mit wem haben Sie damals hier gewohnt? Wie fanden Sie die Wohnung / das Haus vor? Was haben Sie in der Vergangenheit selbst geändert / gebaut / veranlasst? Was hat Sie hierhin geführt? ...
    Gegenwart / aktueller Gebrauch: Wie wohnen Sie heute hier? Mit wem wohnen Sie heute hier? Wie nutzen Sie die Wohnung / das Haus? Wie ‚weit‘ reicht Ihre Wohnung / Ihr Haus (Umfeld, Kiez, Viertel, Arbeitswege...)? ...
    Zukunft / Pläne für die Zukunft: Welche Pläne haben Sie für Ihr Wohnen in diesem Haus / dieser Wohnung? Welche Veränderungen möchten / werden Sie vornehmen? Welche Möglichkeiten der Eigeninitiative haben Sie in Ihren vier Wänden?
  3. Phase: Synthese der ersten und zweiten Phase, Zusammenführung der zentralen Aspekte, möglicherweise Vertiefung besonders wichtiger Punkte oder weiterer Fragen, die erst im Interview entstehen.

Lizenz: CC BY-NC-SA

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